Profis | 01.04.2020

FC-Geschäftsführer im Gespräch

Wehrle: „Wir wollen, dass die Liga stark bleibt“

In einer Videokonferenz mit Medienvertretern sprach FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle am Mittwoch über die Aussetzung des Spielbetriebs, die angepeilte Rückkehr ins Training und einen möglichen Gehaltsverzicht der Profis des 1. FC Köln.

Alexander Wehrle sagte über:

… die Entscheidung, den Bundesliga-Spielbetrieb bis 30. April auszusetzen:
Das war eine einstimmige Entscheidung. Klare Zielsetzung aller Clubs ist es, die Saison bis 30. Juni zu Ende zu spielen. Wir haben innerhalb der DFL Szenarien besprochen, wie man die Saison fortsetzen könnte, etwa mit englischen Wochen. Es wäre schön, wenn wir bald wieder Fußball spielen könnten. Das wäre für viele Menschen ein kleiner Schritt zurück in Richtung Normalität.

… die finanziellen Folgen für den FC: Bei jedem Heimspiel ohne Zuschauer entgehen uns im schlimmsten Fall Einnahmen von je 1,8 Millionen Euro. 

… die Möglichkeit, die Saison über den 30. Juni hinaus zu spielen: Wir müssen erstmal auf Sicht fahren. Über solche Szenarien müssten wir nachdenken, wenn wir aufgrund einer veränderten Gesamtsituation nicht im Mai wieder spielen könnten. Da geht es um Verträge, die ja eigentlich bis Ende Juni laufen, aber auch um die Folgen für den Terminkalender im gesamten europäischen Fußball der kommenden Saison – auf den hätte das ja auch Einfluss.

... die Rückkehr in den Trainingsbetrieb: Wir möchten nächsten Montag wieder mit dem Trainingsbetrieb beginnen. Dazu haben wir vom Land NRW und unserem Stadtdirektor eine positive Nachricht erhalten, dass unsere Profispieler ihren Beruf werden ausüben dürfen. Aber bis dahin bleibt es bei individuellen Einheiten, da haben wir Vorbildcharakter. Wenn wir nächste Woche starten, werden wir natürlich die Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben der Behörden berücksichtigen und zunächst wohl nur in Gruppen trainieren. Für medizinische Fragen wurde innerhalb der DFL eine Task Force gegründet, um die Vereine in dieser Hinsicht zu beraten.

… einen möglichen Gehaltsverzicht der Spieler: Wir haben ein positives Gespräch mit dem Mannschaftsrat gehabt. Wenn alle Jungs nächste Woche wieder da sind, werden wir die Gespräche intensivieren. Wir haben jetzt Anfang April, wir haben also noch ein paar Tage Zeit. Wir klären das in Ruhe und intern.

… mögliche Folgen der Corona-Krise für den Transfermarkt: Ich gehe davon aus, dass sich der Transfermarkt in diesem Sommer verändern wird. Es wird in ganz Europa zu Einschränkungen kommen, die sich auch auf den deutschen Markt auswirken werden. Wie genau und wie lange es zu Veränderungen kommt, kann ich aber nicht sagen. Dafür bräuchte ich eine Glaskugel.

… die finanzielle Lage des FC: Wir haben 38 Millionen Euro positives Eigenkapital und verfügen über entsprechende Finanzierungsrahmen. Aktuell brauchen wir uns noch keine existenziellen Sorgen zu machen. 

… Solidarität innerhalb der Bundesliga: Alle 36 Vereine – auch die, die sich finanziell keine Gedanken machen müssen – sagen: Wir wollen, dass die Liga genauso stark bleibt, wie sie war. Das ist ein starkes Signal. Alle Akteure haben ihre Daseinsberechtigung. Wir brauchen diesen Wettbewerb.
 

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
10FC Schalke 0437
111. FC Köln34
12Eintracht Frankfurt32