Profis | 19.11.2021

Pressekonferenz vor Mainz

Baumgart: „Wir können aus dem Vollen schöpfen“

Am Sonntag ist der 1. FC Köln um 17.30 Uhr am zwölften Spieltag der Bundesliga-Saison 2021/22 beim FSV Mainz gefordert. Bevor der Ball rollt, sprach Cheftrainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz vor dem Duell über das Personal, den kommenden Gegner und die Corona-Diskussion.

Steffen Baumgart über…

…das Personal: „Alle Mann sind an Bord. Wir können aus dem Vollen schöpfen. Die Jungs haben gut trainiert.“ 

…die Rückkehr von Ellyes Skhiri: „Ellyes ist keine Option für die Startelf. Da müssen wir die Kirche im Dorf lassen. Er war sechs Wochen verletzt. Er wird im Kader sein, aber nicht in der Startformation stehen.“

…Jannes Horn: „Jannes macht einen sehr guten Eindruck. Die Frage bei ihm ist, wann es für den Kader reicht. Er war drei Monate raus. Ihm fehlt noch Spielpraxis. Er hat ein gutes Testspiel gegen Paderborn gezeigt. Die Jungs, die vor ihm sind, machen zurzeit aber auch einen guten Job. Wir werden eine weitere Option mit ihm kriegen. Gegen Weihnachten wird er zu einer guten Option werden.“

…den kommenden Gegner: „Das ist eine Mannschaft, die seit einem Jahr gute Leistungen bringt. Bo [Anm. D. Red.: Mainz-Trainer Bo Svensson] hat es geschafft, aus der Mannschaft eine Einheit zu machen. Sie sind sehr zweikampfstark und aggressiv. Mainz spielt einen guten Fußball. Es wird schwer, dort zu bestehen. Wir fahren dorthin, um die drei Punkte zu holen. Wir wollen den Weg, den wir eingeschlagen haben, weitergehen. Es wird eine schwere Aufgabe. Das ist aber jedem klar. Vor dem Trainerwechsel hatte man das Gefühl, dass bei Mainz nicht alles rund gelaufen ist. Sie zeigen jetzt wieder ihr Gesicht, das sie über einen langen Zeitraum in der Bundesliga gezeigt haben. Sie treten kompakt auf und agieren gut als Mannschaft. Ich freue mich auf die Partie, es wird ein enges Spiel.“

…den Schlüssel zum Erfolg: „Wir hatten bislang in jedem Spiel die Chance, den Gegner zu knacken. Bis auf eine Partie hatten wir die Möglichkeiten, mehr Punkte zu holen. Es geht darum, bei uns zu bleiben. Wir schauen nur auf uns und gucken, wo wir uns verbessern können. Mainz ist eine Mannschaft, die sehr gut verteidigen kann. Wir haben gute Möglichkeiten, immer wieder in die Tiefe zu kommen. Wenn wir das schaffen, haben wir gute Chancen dort zu bestehen.“

PK vor Mainz

…die Leistungen von Timo Horn: „Ich habe generell das Gefühl, dass es häufig nur um Kritik geht. Timo hat sich seit meiner Ankunft in Köln, wie viele andere Spieler auch, gut entwickelt. Ich sehe sehr viele Sachen positiv. Man kann immer über die eine oder andere Situation reden. Manche Situationen habe ich anders gesehen. Die Kritik von anderen Leuten ist nicht so relevant. Es zeichnet ihn aus, dass er offen ist und mutig von hinten rausspielt. Ich bin zufrieden mit ihm, nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb. Er ist ein absoluter Führungsspieler.“

…die Ausgeglichenheit in der Bundesliga: „Was nützt es uns, wenn die Liga von Platz zwei bis 17 ausgeglichen ist. Es wäre doch schön, wenn mehrere Teams um die Meisterschaft spielen würden. Auch Fürth kann das leistungstechnisch noch schaffen. Entschieden ist noch gar nichts. Der Abstand von Dortmund ist jetzt auch nicht zu groß. Auch der BVB wird ja eher negativ gesehen, obwohl sie viele Verletzte haben. Die Bewertung von Leistung und Punkten ist von außen sicherlich anders als von innen. Es ist zu erkennen, dass in dieser Saison jeder jeden schlagen kann. Es ist eine sehr ausgeglichene Liga mit einem hohen Niveau.“

…die Corona-Diskussion in der Gesellschaft: „Ich finde es interessant, dass dieses Thema immer auf den Fußball gebracht wird. Scheinbar ist es das Lieblingsthema. Ich glaube, dass wir ganz andere Baustellen haben. Wir sind genauso Mitglied in der Gesellschaft, wie alle anderen auch. Ich als Person halte es für sehr wichtig, sich impfen zu lassen. Ich tue alles in meiner Macht stehende, um gegen dieses Virus anzukämpfen. Trotzdem leben wir in einem Land, wo es möglich ist, über Sachen nachzudenken und sich auszutauschen. Ich bin Cheftrainer geworden, weil ich über Dinge entscheiden wollte. Jetzt stehen wir vor einem dritten Lockdown und es wird erzählt, dass die Politik zu spät reagiert hat. Im Sommer haben wir schon drüber gesprochen, dass der Herbst eine schwierige Situation werden könnte. Vielleicht sollte dort erst einmal im eigenen Stall aufgeräumt werden, anstatt drüber nachzudenken, was die Fußballer alles anders machen können. Wir leben mit der Krankheit jetzt seit zwei Jahren. Da stelle ich mir die Fragen: Wo sind die Intensivbetten? Wo sind die Pflegekräfte? Wo ist das alles? Haben wir gedacht, das Virus sei weg? Wir haben genug Baustellen, wo wir ansetzen können. Aber es sind mit Sicherheit nicht die Fußballer. Ich glaube, wir haben in der Bundesliga eine Impfquote von rund 90 Prozent. Wenn wir das in der Gesellschaft hätten, dann wären wir durch. Es liegt nicht an den Fußballern oder den Sportlern. Das wird nicht erwähnt und das sollte man mal erwähnen.“

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91. FC Köln19
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