Club | 30.05.2020

FC kümmert sich um ältere Mitglieder

Bei Anruf FC

Die Fan- und Mitgliederbetreuung des 1. FC Köln kümmert sich in der Corona-Krise besonders um ­ältere Mitglieder und Dauerkarteninhaber. Rund 800 Seniorinnen und Senioren wurden bislang persönlich angerufen und nach ihrem Befinden ­befragt. Auch Profis, Vorstand und Geschäftsführung halfen mit.

FC-Mitglied Rudolf Bleich staunte nicht schlecht, als bei ihm das Telefon klingelte: „Hallo Herr Bleich, Timo Horn vom 1. FC Köln hier. In den aktuellen Zeiten wollte ich einfach mal anrufen und hören, wie es ­Ihnen so geht.“ Der 84-jährige Bleich ist seit 1954 FC-Mitglied und war bis ins hohe Alter bei der Tischtennisabteilung aktiv. Spiele der FC Profis hat er in den ganzen Jahren nur ganz selten verpasst. Der Anruf des FC-Torwarts war Teil einer ganz besonderen Aktion der Fan- und Mitgliederbetreuung des 1. FC Köln: Alle Vereinsmitglieder und Dauerkarteninhaber der Alters­gruppe 80+ werden kontaktiert. Der FC will ­hören, wie es ihnen geht und ob sie Hilfe benötigen. Schließlich ist die ältere Generation von der momentanen Situation durch die Corona-Krise in besonderem Maße betroffen.

Positive Resonanz auf Anrufe

Vorstand und Geschäftsführung schrieben zunächst alle FC-Mitglieder und Dauerkarteninhaber in der ­entsprechenden Altersgruppe per Brief an. In den ­darauffolgenden Tagen tätigten sowohl sie als auch FC-Profis und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fan- und Mitgliederbetreuung rund 800 Anrufe. ­Anhand eines Gesprächsleitfadens, der mit der ­Telefonseelsorge Köln und dem Erzbistum Köln ent­wickelt worden war, erkundigten sie sich bei den ­Seniorinnen und Senioren nach ihrem Befinden ­während der vergangenen Monate. „Die Resonanz auf ­unsere Anrufe fiel wahnsinnig positiv aus“, sagt FC-Fanbeauftragter Rainer Mendel. „Ich finde es toll, dass neben unseren Mitarbeitern auch Vorstand, ­Geschäftsführung und Spieler die Mitglieder per­sönlich anrufen. Das zeigt, wie wichtig uns als Verein unsere Mitglieder und Fans sind.“ Auch FC-Präsident Dr. Werner Wolf freut sich, Teil dieser Aktion zu sein. „Ich hatte mehrere Gespräche mit älteren Mitgliedern und weiß gar nicht, wer am Ende mehr davon hatte: der Angerufene oder ich als Anrufer. Der Zusammenhalt in diesem Club ist etwas Besonderes und wir schöpfen alle gemeinsam viel Kraft daraus“, sagt Wolf.

Zu Tränen gerührt

Die Freude bei nahezu allen Kontaktierten war riesengroß. Viele Seniorinnen und Senioren waren am Telefon zu Tränen gerührt, dass der FC an sie denkt und sich nach ihnen erkundigt. „Ihre Aktion finde ich wirklich super. Dass Sie versuchen, den Kontakt auch etwas persönlicher zu gestalten, ist sehr, sehr schön“, sagte der 81-jährige Detlef Zebandt im Gespräch mit Horst Heldt. Die gute Nachricht: Den allermeisten ­Angerufenen geht es gut und sie sind wohlauf. In ­Einzelfällen konnte der FC notwendige Unterstützung vermitteln. Auch für die FC-Mitarbeiter war die Aktion eine ganz besondere Erfahrung. Oft wurden sie ­spontan zu Kaffee und Kuchen eingeladen, sobald dies wieder möglich ist. Viele Senioren erzählten ­Anekdoten aus vergangenen Jahren. „Mit den Mit­gliedern zu sprechen, hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht“, sagt Mendel. „Man merkt wieder aufs Neue, wie viel Geschichte hinter dem 1. FC Köln steht – und wie viele Geschichten.“

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36