Profis | 30.09.2019

Muskelverletzung

Der Tag beim FC: Diagnose bei Drexler

Die Profis des 1. FC Köln sind am Montag in die neue Trainingswoche gestartet. Dominick Drexler war zur Untersuchung in der MediaPark-Klinik. FC-Cheftrainer Achim Beierlorzer sprach über die Stimmung in der Mannschaft, den Druck gegen Schalke und die Tabellensituation.

Es war der erste Rückschlag an einem düsteren Abend für den 1. FC Köln. Dominick Drexler musste bei der 0:4-Niederlage gegen Hertha BSC bereits in der 5. Spielminute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Am Montag folgte die Diagnose: Die MRT-Untersuchung in der MediaPark-Klinik ergab beim FC-Mittelfeldspieler eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich. Er muss vorerst pausieren und ist keine Option für das nächste Spiel auswärts gegen den FC Schalke 04.

Zwei Spiele Sperre für Meré
Auch Jorge Meré wird die Partie auf Schalke verpassen – ebenso wie das darauffolgende Heimspiel gegen den SC Paderborn. Meré hatte gegen Hertha die Rote Karte gesehen und ist am Montag durch den DFB-Kontrollausschuss wegen rohen Spiels gegen den Gegner mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen belegt worden. 

Vorbereitung auf Schalke
Die FC-Profis absolvierten am Montag zunächst eine Einheit auf dem Fahrrad. Dabei stand die Regeneration im Vordergrund. Die Spieler, die nicht über die volle Distanz zum Einsatz kamen, trainierten auf dem Platz. Simon Terodde trat wegen einer Blessur aus dem Spiel gegen Hertha kürzer. Rafael Czichos und Darko Churlinov stiegen wieder ins Training ein. Nach einem freien Tag am Dienstag wird die Mannschaft am Mittwoch um 15 Uhr öffentlich trainieren. Die Einheiten am Donnerstag und am Freitag finden nicht öffentlich statt.

Am Montag nach der Einheit sprach FC-Cheftrainer Achim Beierlorzer über…: 

… Hebel, die nach der Niederlage gegen Berlin anzusetzen sind:
Wir schauen nach vorne. Es gibt keine Alternative. Wir müssen die Dinge konstruktiv ansprechen. Wir müssen sie bearbeiten. Wir haben gesehen, dass wir nicht mit Augenwischerei Zeit verplempern dürfen. Wir als Trainerteam sind Dienstleister. Es ist jetzt unsere Aufgabe, die Mannschaft aufzubauen und zusammen die Trainingsinhalte zu finden, die uns in unserer Situation weiterhelfen. Wir werden ganz gezielt Punkte ansprechen. Dass wir noch kompakter in der Defensive stehen müssen, zum Beispiel. Wenn wir mit zwei Sechsern spielen und einer Viererkette dahinter, ist es in den Trainingseinheiten sehr schwierig, dagegen ein Tor zu erzielen. Diese Stabilität brauchen wir auch in den Spielen, damit wir uns auf unsere Defensive verlassen können. Das werden wir trainieren. Und wir brauchen Kaltschnäuzigkeit im Angriff. Wir müssen die Torchancen verwerten. Wir wissen ja alle, was passiert, wenn wir gegen Hertha – die ja auch nicht vor Selbstbewusstsein gestrotzt haben und unbesiegbar waren – zuschlagen und unsere Chancen verwerten. Dann entwickelt sich ein anderes Spiel für uns. 

… die Stimmung in der Mannschaft:
Die Mannschaft hat ein Gefühl dafür, was sie geleistet hat und was nicht gut war. Die Mannschaft ist kritikfähig. Es ist nicht so, dass sie alles von sich weist. Wir sehen auf jeden Fall, dass die Mannschaft betroffen ist. Das muss auch so sein nach einem 0:4 gegen Hertha BSC. Jeder Einzelne muss so betroffen sein, dass es ihn dazu bewegt, richtig hart an den Aspekten zu arbeiten, die wir genannt haben. Das ist Professionalität. Es darf keiner in der Mannschaft unterwegs sein und sagen: Das wird schon irgendwie.

… Dinge, die ihn gegen Hertha gestört haben:
Die Mannschaft hat es nach der Halbzeit absolut probiert. Wir können ihr nicht den Willen absprechen. Aber es sind die Details, die entscheidend sind. Dass man zum Beispiel Ibisevic im Strafraum zweimal frei lässt. Da müssen wir lernen, das müssen wir besser machen. Mich stört unsere Passivität in manchen Momenten. Nicht rauszuverteidigen. Zu hoffen, da wird schon nichts passieren. Zu spät und zu passiv gegen den Ball unterwegs zu sein. Und vorne: Wir sehen, dass wir uns in der Bundesliga nicht so viele Chancen herausspielen, wie wir uns das wünschen. Da gibt es auch Mannschaften wie Berlin, die zu neunt verteidigen und sehr viele Spieler hinter den Ball bringen. Aber wenn man Chancen hat, sollte man sie nutzen.

… seine Herangehensweise an die Trainingswoche: Es ist überhaupt nicht mein Ding, jetzt zu sagen, es gibt Straftraining. Wir müssen weiter an den Dingen arbeiten, die wir nicht gut gemacht haben. Wir müssen jetzt noch mehr daran arbeiten, dass wir diesen Bock umstoßen. Wir haben einfach zu wenig Punkte nach sechs Spieltagen. Das nächste Spiel gehen wir trotzdem voller Energie und Optimismus an, auch wenn der Gegner Schalke 04 heißt, die einen super Lauf haben, mit einem Spieler, der momentan Schalke immer wieder in den richtigen Momenten mit Genialität und sehr guten Abschlüssen zum Erfolg bringt.

… den Druck, gegen Schalke zu punkten: Wir haben drei Punkte. Das ist zu wenig. Natürlich sind wir unter Druck. Wir fahren jetzt nach Schalke und haben ein schweres Spiel. Wir werden alles reinschmeißen müssen. Genau das erwarte ich jetzt von der Mannschaft. Wir werden mit der Mannschaft viel reden, viel arbeiten und sie entsprechend fit machen für Schalke. Schalke ist keine Aufgabe, bei der ich sage, das können wir vorher schon vergessen. Wir sehen doch, wie eng diese Spiele immer sind und wann ein Spiel auf eine Seite kippt oder nicht.

… taktische Erkenntnisse aus dem Hertha-Spiel: Unsere beiden Innenverteidiger waren ein bisschen zu weit weg von der ersten Abwehrkette des Gegners. Da brauchen wir keine 20 Meter. Das haben wir schon während des Spiels versucht zu verändern. In der Halbzeit haben wir es dann verändert. Wir müssen da enger aufrücken. Wir sind Bundesligaspieler. Wir brauchen keine 20 Meter Sicherheitsabstand zum ersten Angreifer. Deshalb hat es extrem weit ausgesehen, weil es auch in der Nachschiebebewegung schwierig war.

… die enge Tabellensituation: Es ist kein Trost, dass die Konkurrenz noch nicht weit weg ist, weil wir auf uns schauen müssen, gerade am Anfang der Saison. Es sind sechs Spiele, da ist so eine Tabelle natürlich relativ, weil wir wissen, gegen was für Gegner wir gespielt haben. Es ist schon so, dass das gegen Hertha ein Nackenschlag für uns war, in der ganzen Konstellation dieses Spiels. Ich denke, wir waren richtig gut drin – aber das Gegentor hat Wirkung hinterlassen. Die Rote Karte kurz vor der Halbzeit war bitter für uns. Aber es gilt jetzt, nicht zu jammern, sondern mit der Situation umzugehen. Wenn wir jetzt einen Sieg einfahren, schaut die Situation anders aus. Aber wir müssen Kontinuität in unser Spiel bringen.

… die zwei Roten Karten in den vergangenen beiden Spielen: Man kann nicht sagen, dass wir eine brutale Mannschaft sind. Wir müssen natürlich trotz alledem Zweikämpfe führen, um Bälle zu erobern – und nicht, um Fouls zu begehen.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
14 1. FC Union Berlin 7
15 1. FC Köln 7
16 FC Augsburg 6

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