Profis | 06.05.2020

Entscheidung von Bund und Ländern

FC begrüßt Freigabe für den Spielbetrieb

Die Bundesliga darf die Saison 2019/20 unter strikten Auflagen zu Ende spielen. Der 1. FC Köln ist froh über diese existenziell wichtige Entscheidung von Bund und Ländern. In Absprache mit dem Gesundheitsamt Köln werden die FC-Profis am Donnerstag das Mannschaftstraining wiederaufnehmen. An diesem Tag berät die Deutsche Fußball-Liga DFL über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs.

Nach mehr als zwei Monaten Zwangspause wegen der Corona-Krise hat der 1. FC Köln eine Aussicht auf Bundesliga-Spiele. Durch den Beschluss von Bundesregierung und Landesregierungen, die wegen der Corona-Krise notwendigen Einschränkungen schrittweise zu lockern, ist eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison 2019/20 möglich. Da Großveranstaltungen auf jeden Fall bis zum 31. August untersagt sind, wird dies jedoch nur ohne Zuschauer möglich sein.

Voraussetzung für den Spielbetrieb ist zudem, dass das von der „Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ der DFL vorgelegte Hygiene- und Infektionsschutzkonzept umgesetzt wird. Es sieht unter anderem vor, dass die Zahl der Anwesenden in den Stadien auf das notwendige Minimum reduziert wird. Zudem werden die Mannschaften so weit wie möglich abgeschirmt und müssen vor dem Start in ein quarantäne-ähnliches Trainingslager.

„Für den 1. FC Köln ist diese Entscheidung der Politik von existenzieller Bedeutung und deshalb begrüßen wir sie natürlich. Diesen Vertrauensvorschuss nehmen wir alle sehr ernst und stellen unsere persönlichen Interessen zurück, um es möglich zu machen, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann“, sagt FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. „Die Grundlage dafür ist ein striktes medizinisches Konzept, von dessen Tragfähigkeit wir überzeugt sind. Wenn unter diesen Voraussetzungen in der Bundesliga Fußball gespielt werden kann, hat das eine enorme Signalwirkung für alle anderen Sportarten und den gesamten Amateur- und Breitensport. Deshalb möchten wir uns bei der DFL bedanken, die angeführt von Christian Seifert unermüdlich an diesem Konzept gearbeitet und es so vermittelt hat, dass die Politik eine sehr gute Entscheidungsgrundlage hatte.“

FC-Geschäftsführer Horst Heldt sagt: „Wir sind immer noch in einer schwierigen Situation als Gesellschaft im Kampf gegen die Pandemie. Trotzdem überwiegt bei uns allen ein Gefühl der Erleichterung und Vorfreude: Wir dürfen wieder Fußball spielen! Das ist weit mehr als unser Job, das ist unsere Leidenschaft, und ich kann es – bei allem Bedauern über die Einschränkungen – kaum erwarten, wenn es wieder um Punkte für den FC, für unsere Fans und unsere Stadt geht.“

Der 1. FC Köln hat sich mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln bereits intensiv über das medizinische Konzept der DFL ausgetauscht und die Genehmigung erhalten, unter diesen Voraussetzungen am Donnerstag ins Mannschaftstraining einzusteigen. Parallel dazu werden die FC-Profis ein quarantäne-ähnliches Trainingslager beziehen. Die DFL wird bei einer Vollversammlung am Donnerstag über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs beraten und entscheiden.

Christian Seifert, DFL-Geschäftsführer und Sprecher des DFL-Präsidiums, sagt: „Die heutige Entscheidung ist eine gute Nachricht für die Bundesliga und die 2. Bundesliga. Sie ist verbunden mit einer großen Verantwortung für die Clubs und ihre Angestellten, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben diszipliniert umzusetzen. Spiele ohne Stadion-Zuschauer sind für niemanden eine ideale Lösung. Es ist in einer für einige Clubs existenzbedrohenden Krise allerdings die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu bewahren. Mein Dank gilt an diesem Tag den politischen Entscheidungsträgern aus Bund und Ländern für ihr Vertrauen.“

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
10Hertha BSC35
111. FC Köln34
12FC Augsburg31