Club | 08.04.2016

Bürgerbeteiligung

FC-Pläne im Dialog

Interessierte Bürgerinnern und Bürger haben am Donnerstag die Gelegenheit genutzt, sich über die Infrastruktur-Pläne des 1. FC Köln am Geißbockheim zu informieren.

Am Donnerstagabend hat in der Elsa-Brandström-Realschule die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Infrastrukturplänen des 1. FC Köln stattgefunden. Auf Einladung der Stadt Köln nahmen mehr als 400 Bürger die Gelegenheit wahr, sich über die Pläne zu informieren, Fragen zu stellen und eigene Vorschläge zu machen. Nachdem Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker die Veranstaltung eröffnet hatte, stellte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle den Masterplan vor. Er erklärte den dringenden Handlungsbedarf zur Erweiterung und Modernisierung von Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten im RheinEnergieSportpark, um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des 1. FC Köln zu sichern.

Wehrle betonte dabei erneut, dass sowohl die neuen Trainingsplätze als auch das Leistungszentrum im Einklang mit dem Grüngürtel-Konzept umgesetzt werden sollen. „Wir sind uns der Besonderheit dieses Standorts bewusst und nehmen bei allen Plänen darauf Rücksicht.“ Der FC wird nach den gesetzlichen Vorgaben alle Flächen ökologisch ausgleichen, die in Anspruch genommen werden. Der FC bietet zudem an, vier Kleinspielfelder zu errichten, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen würden. Bei allen Maßnahmen werden keinerlei öffentliche Mittel in Anspruch genommen.

Offene Diskussion

Vertreter der zuständigen städtischen Ämter stellten den Bürgern den Bebauungsplan und die möglichen Änderungen im Flächennutzungsplan vor. Lena Zlonicky vom Stadtplanungsamt erläuterte, welche Kompromisse der 1. FC Köln nach Vorgabe der Stadtverwaltung und der Bezirksregierung eingehen musste. So müssen die neuen Plätze auf dem schon Ende der 20er Jahre für den Bau von Sportanlagen vorgesehenen Gebiet parallel zur Militärringstraße gebaut werden – und nicht etwa südlich des Geißbockheims nahe des Decksteiner Weihers. Zudem ist die Nutzung des neuen Leistungszentrums konkret auf sportliche Zwecke eingeschränkt. Unter den vorgegebenen Bedingungen seien die Pläne des FC sowohl denkmalverträglich als auch mit dem Grüngürtel-Konzept vereinbar. Als Bestandteil des Verfahrens sei eine umfangreiche Prüfung der Umweltverträglichkeit selbstverständlich, erklärte Hans-Martin Wolff vom Stadtplanungsamt.

In der anschließenden Diskussion gab es kritische Kommentare anwesender Bürger, die insbesondere den Standort in Frage stellten, es gab aber auch Zustimmung sowie zahlreiche offene Fragen zum Konzept, zur klimatischen Situation oder zum Denkmalschutz. Sie wurden von Experten der Stadt beantwortet bzw. für den weiteren Verlauf des Verfahrens gesammelt.„Es war ein ausführlicher Austausch, bei dem wir trotz vieler kritischer Anmerkungen hoffentlich einige bestehende Vorbehalte ausräumen konnten“, sagt Alexander Wehrle. „Ich möchte mich für die engagierte Debatte bedanken, der Dialog mit den Bürgern ist uns wichtig.“

Das reguläre Verfahren läuft nun zunächst in der Bezirksvertretung Lindenthal weiter, bevor der Stadtentwicklungsausschuss sich erneut mit den Plänen befasst und über sie abstimmt. Danach ist eine weitere Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen. Auf der Webseite des 1. FC Köln gibt es genauere Informationen zu den Plänen des FC und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Schlagwörter:

RheinEnergieSportpark Geißbockheim Ausbau
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PL.VereinPkt.
15Hertha BSC3
161. FC Köln2
17FC Schalke 041