Profis | 04.06.2020

Pressekonferenz vor Augsburg

Gisdol: „Zu 100 Prozent auf Sendung bleiben“

Der 1. FC Köln tritt am Sonntag beim FC Augsburg an. In der virtuellen Pressekonferenz zur Partie sprachen FC-Cheftrainer Markus Gisdol und Geschäftsführer Horst Heldt am Donnerstag unter anderem über die Lehren aus dem Spiel gegen Leipzig, den kommenden Gegner und die Personalsituation.

Markus Gisdol sagte über…

… die Ergebnisse der Konkurrenz: Wir tun sehr gut daran, uns auf uns selbst zu konzentrieren. Wir haben alles selbst in der Hand. Wir wollen die Saison mit guten Leistungen zu Ende spielen. Wir haben, was die Leistung angeht, einen großen Schritt gemacht. Jetzt wollen wir das wieder in Zählbares ummünzen. Ich nehme die Ergebnisse der Gegner zur Kenntnis, mehr aber nicht.   

… die Personalsituation: Wir müssen noch abwarten. Heute ist unser erster voller Trainingstag und wir spielen erst am Sonntag. Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Spieler bis dahin hinbekommen. Jhon Cordoba hat schon wieder mittrainiert und einen großen Teil mit der Mannschaft gemacht. Bei Mark Uth müssen wir noch abwarten. Bei Rafael Czichos geht es darum, ihn nach seinem Comeback gut durch die nächsten Wochen zu steuern. 

… den kommenden Gegner, den FC Augsburg: Wir rechnen mit einem Gegner, der sich stark auf das Spiel gegen den Ball konzentriert. Das haben die ersten Partien unter Heiko Herrlich gezeigt. Mannschaften von Heiko machen das gut und laufen aggressiv an. Der Gegner der Augsburger hat meistens mehr Ballbesitz. Aber wir sind gewarnt. Augsburg ist eine zweikampfstarke Mannschaft, die über den Fight und die Arbeit kommt. Es ist immer schwer, in Augsburg zu spielen. Du musst es zu 100 Prozent annehmen und nicht über Schönspielerei kommen. Du musst dagegenhalten und dich dann spielerisch lösen.

… die Lehren aus dem Spiel gegen Leipzig: Die Herangehensweise ist eine sehr wichtige. Man läuft in eine gefährliche Situation, wenn man nur daran denkt, dass man gegen ein Spitzenteam eine gute Leistung gebracht hat. Zum Schluss wollen wir punkten. Dazu müssen wir schonungslos aufdecken, was wir nicht gut gemacht haben. Wir haben Fehler gemacht, die wir abstellen können. Wir können zum Beispiel beim Verhalten nach Standardsituationen achtsamer sein. Wir dürfen uns nicht täuschen lassen, nur weil wir gegen ein Spitzenteam gut gespielt haben. Es wird uns nichts geschenkt werden in den kommenden Partien. Leipzig ist gespielt. Wir haben unsere Schlüsse daraus gezogen. Gegen Augsburg brauchen wir wieder eine andere Vorgehensweise und eine andere taktische Marschroute.

… die Option, mit einer Doppelspitze zu spielen: Es ist bekannt, dass ich gerne mit zwei Spitzen spiele oder auch mal mit einem 10er dahinter. Ich bin froh, dass wir in der Situation sind, dass unsere Stürmer treffen. Anthony Modeste hat gut performt. Das hat ihm gutgetan und das tut der Mannschaft gut. Jhon ist vermutlich auch einsatzbereit. Wir müssen schauen, was am besten passt. Die letzte Entscheidung ist noch nicht getroffen. 

…Spiele ohne Zuschauer: Man sammelt von Spiel zu Spiel Erfahrungen und versucht, aus den Spielen zu lernen. Da geht es mir genau so wie den Spielern. Ich gehe so an die Sache heran, dass wir nicht hadern oder nörgeln sollten über die Bedingungen. Ich möchte dankbar sein, dass wir spielen können und dass wir in der komfortablen Situation sind, die wird uns erarbeitet haben. Es sind noch vier Wochen. Wir haben die Mannschaft noch einmal eingeschworen und noch einmal konsequent alles angesprochen, was wir sehen wollen. Wir wollen zu 100 Prozent auf Sendung bleiben. Das haben wir uns noch einmal auf die Agenda geschrieben und danach müssen wir auch im Trainingsalltag arbeiten.  

Horst Heldt sagte über…

… die verbleibenden Partien: Wir fokussieren uns auf uns. Wir können nur uns und unsere Leistung beeinflussen. Es ist nicht klug, mit einem Rechenschieber durch die Gegend zu laufen. Wir wollen eine gute Partie gegen Augsburg abliefern. Nur das können wir beeinflussen und nur das zählt für uns.

… die Entscheidung des DFB, Anti-Rassismus-Proteste nicht zu bestrafen: Der DFB hat klug gehandelt in seiner Entscheidung. Es ist richtig, dass der DFB es thematisiert und sich damit auseinandergesetzt hat. Sie haben dann eine kluge Entscheidung getroffen. Es sind Themen, die extrem wichtig sind und bei denen man sich solidarisch zeigen sollte. Wir sind gegen Rassismus. Und dafür sollte es keine Strafen geben. 

... den statistisch derzeit besseren Punkteschnitt der Auswärtsteams: Es hat sicher einen Einfluss, dass der Heimmannschaft das Publikum fehlt. Aber es ist wie es ist. Zumindest am kommenden Wochenende wollen wir gerne dazu beitragen, dass die Statistik aufrechterhalten bleibt. 

… die derzeit verliehenen Spieler: Wir müssen jede Situation individuell betrachten. Es gibt verliehene Spieler, bei denen die Liga jetzt wieder anfängt und die über den 30. Juni hinaus spielen. Lasse Sobiech trainiert derzeit bei unserer zweiten Mannschaft. Er trainiert nicht bei den Profis, weil wir den Kreis wegen der engen Corona-Testungen klein halten wollen. Die anderen Spieler, die ausgeliehen sind, müssen bei ihren Vereinen erst einmal ihre Saison zu Ende bringen, danach werden wir schauen, wie es weitergeht.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36