Profis | 10.05.2021

FC-Geschäftsführer

Heldt: „Müssen eine Jetzt-erst-recht-Haltung einnehmen"

Am Montagmittag sprach FC-Geschäftsführer Horst Heldt in einer Mixed Zone mit den Medienvertretern über die Niederlage gegen Freiburg.

Horst Heldt sprach über…

… die Schwierigkeit, das Spiel zu verkraften: „Das Spiel hat auch heute noch seine Nachwirkung – es lässt sich nicht einfach so verkraften. Es war ein Tiefschlag in unserer Situation. Man muss sagen, dass die Vorbereitung auf das Spiel, inklusive der Ansprache im Hotel, mit dem Zuspruch der Fans auf dem Weg und dem Empfang am Stadion top war. Auch die Stimmung nach dem Warmmachen war so, wie man sie für ein solches Spiel braucht. Dann haben wir leider überhaupt nicht ins Spiel gefunden und eine schlechte erste Hälfte gespielt. Nach den Ergebnissen der vorherigen beiden Spiele war damit nicht zu rechnen. Friedhelm hat in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden und wir sind gut zurückgekommen. Mit einem schnellen Tor haben wir den Anschluss gefunden. Aber das Ergebnis ist bekannt und es tut natürlich weh. Es hilft alles nichts: Wir müssen weiter daran glauben und die Enttäuschung in den nächsten ein bis zwei Tagen abschütteln. Es ist noch alles möglich. Die Situation wird immer enger, trotzdem werden wir uns dem stellen und wollen punkten.“

… eine mögliche Erklärung für die schlechte erste Hälfte: „Es geht nicht darum, ob die Mannschaft wollte oder nicht. Den Willen kann man den Jungs nie absprechen. Wir werden über viele Gespräche analysieren, wo die Gründe lagen. Das werden wir bis Mittwoch abgeschlossen haben und müssen es dann auch abhaken. Es ist schwer erklärbar, weil sie es in beiden Spielen zuvor viel besser gemacht haben. Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und den Gegner zum Toreschießen eingeladen.“

… die Entscheidungen des VAR und die Interpretation der Handregel: „Wir sind gut in die zweite Halbzeit gekommen. Der erste Knackpunkt war der verschossene Elfmeter. Ondrej Duda macht niemand einen Vorwurf. Er hat sich dem Druck immer gestellt und spielt eine super Saison. Dann kommt aber alles zusammen – er rutscht aus und schießt sich ans Standbein. Das war ein Nackenschlag, aber wir haben uns geschüttelt. Echt schwierig waren die Schiedsrichterentscheidungen. Bei der Elfmetersituation hat der Schiedsrichter auf Elfmeter entschieden. Zugegebenermaßen ein Elfer, den man geben kann, aber nicht muss. Hier schaltet sich der Videoschiri ein, obwohl es keine klare Fehlentscheidung ist. Am Ende bleibt der Schiedsrichter bei seiner Entscheidung. Bei unserem vermeintlichen 2:2 hat sich der VAR auch gemeldet und gesagt, dass sich der Schiri das nicht anzusehen braucht, weil es ein klares Handspiel gewesen sein soll. Dazu muss ich sagen: Dafür geht es um zu viel, als dass man nicht seiner Verantwortung gerecht wird, die Situation komplett zu beleuchten. Das ist einfach nur enttäuschend. Dass der Ausgleich nicht zählt, ist aberwitzig und nicht zu erklären. In der ersten Hälfte lag es nur an uns, aber mit der zweiten Hälfte hätten wir mehr verdient gehabt.“

… die Aussicht auf die nächsten Spiele: „Wir müssen punkten. Dabei legen wir den Fokus nur auf uns. Wir sind verdammt, zu punkten – ob vier oder sechs Punkte reichen werden, kann man nicht sagen. Wir müssen jetzt eine Jetzt-erst-recht-Haltung einnehmen. Wir sind schon häufiger wieder aufgestanden in dieser Saison und das traue ich der Mannschaft jetzt auch wieder zu. Wir haben noch vier Halbzeiten vor uns – aber noch so eine, wie die erste gegen Freiburg, dürfen wir uns nicht noch mal erlauben, das ist klar.“

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15DSC Arminia Bielefeld35
161. FC Köln33
17SV Werder Bremen31

FC-FANSHOP