Profis | 02.10.2019

Der Tag beim FC

Höger: „Wir müssen mehr abrufen“

Beim 1. FC Köln ist die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Schalke 04 in vollem Gange. In einer längeren Videoanalyse wurde die Niederlage gegen Hertha aufgearbeitet, anschließend ging es zum Training raus auf den Platz. Nach der Einheit sprach Marco Höger mit den Medienvertretern am Geißbockheim. Für mehrere Spieler aus dem Ausland stand außerdem Sprachunterricht auf dem Programm.

„Das Bauch.“ Kingsley Ehizibue merkte an der Reaktion seines Sprachlehrers schnell, dass an dieser Aussage etwas nicht stimmen kann. „Der Bauch“ verbessert sich der niederländisch-nigerianische FC-Profi. Ehizibue, Vincent Koziello, Sebastiaan Bornauw und Ellyes Skhiri hatten am Mittwochmittag eine weitere Deutschstunde am Geißbockheim.

Der Körper und das Gesicht waren zu Beginn dieser Unterrichtslektion Thema. Die Profis benannten Körperteile und bildeten den entsprechenden Plural der Wörter. Danach ging es mit Personalpronomen weiter. In verteilten Rollen lasen die FC-Sprachschüler einen Text vor und füllten dabei Lücken mit den richtigen Pronomen. Möchten Sie auch Kuchen, er ist sehr gut“, las Vincent Koziello vor. „Nein, danke. Ich möchte keinen Kuchen. Möchtest du?“, antwortete Sebastiaan Bornauw und meinte damit Kingsley Ehizibue. Auch Jhon Cordoba und Jorge Meré feilten am Mittwochmittag mit einer Sprachlehrerin an ihrem Deutsch. Sie übten vor allem fußballspezifische Begriffe und Verben wie flanken, passen und einwerfen. Wörter, die sie später auch beim Training auf dem Platz gebrauchen konnten.

Die Teilnehmer des Deutschkurses kamen anschließend mit ihren Mannschaftskollegen zusammen. In einer Videoanalyse arbeiteten sie mit dem Trainerteam die Niederlage gegen Hertha auf. Anschließend ging es zum Training raus auf den Platz.

Nach der Einheit sprach FC-Profi Marco Höger am Geißbockheim über:

… das bevorstehende Spiel auf Schalke: Ich fahre grundsätzlich gerne dorthin, ich habe fünf Jahre da gespielt und es sind noch einige da, die ich kenne. Die sehe ich gerne wieder. Ich verbinde mit Schalke positive Gefühle. Klar, haben wir auch vor diesem Gegner Respekt. Sie sind in einem positiven Flow momentan. Das ist kein Vorteil für uns. Aber trotzdem fahren wir dorthin, um was zu holen und wieder besser auszusehen als zuletzt. Ich glaube, in den vergangenen Jahren haben wir auf Schalke häufig ganz gut ausgesehen und auch Punkte geholt.

… die Stimmung in der Mannschaft nach der Niederlage gegen Hertha: Natürlich waren wir bedrückt. Wir brauchen auch natürlich auch einige Zeit, um das aufzuarbeiten. Wir haben uns gegen Hertha, aber auch in den Wochen davor den ein oder anderen Punkt mehr ausgerechnet. Aber es ist jetzt nun mal so. Jammern bringt nichts. Wir müssen nach vorne gucken und mehr abrufen als in den vergangenen Wochen.

… Vergleiche mit der Abstiegssaison 2017/18: Es ist natürlich verständlich, dass im Umfeld dieser Vergleich gezogen wird. Aber daran sollten wir jetzt erstmal nicht denken. Klar, es ist scheiße, dass wir in den letzten Spielen so viele Gegentore bekommen und teilweise auch wirklich nicht gut gespielt haben. Aber wir haben eine ganz neu zusammengestellte Mannschaft und ein neues Trainerteam. Das braucht seine Zeit. Klar, wir hätten gerne mehr Punkte auf dem Konto, aber man sieht auch immer wieder positive Ansätze – auch wenn das nach einer 0:4-Niederlage schwer rüberzubringen ist. Wir müssen trotzdem eine positive Ausstrahlung behalten und schauen, dass wir das in die Spiele transportiert bekommen. Wir müssen mental stark aus dieser Situation rausgehen. Da müssen gerade wir älteren Führungsspieler vorangehen, weil wir ja schon auch den ein oder anderen Spieler haben, der so eine Situation noch nicht erlebt hat.

… die richtige Herangehensweise gegen Schalke: Wir brauchen die richtige Mischung. Wir dürfen uns nicht komplett hinten reinstellen und passiv werden. Das kann schnell nach hinten losgehen. Das ist auch nicht unser Ansatz. Wir dürfen auch nicht so einfache Gegentore bekommen, wie in den letzten beiden Spielen. Aber wir müssen auch versuchen, mitzuspielen. Wir müssen ein gesundes Mittelmaß finden.

… die Ansprache des Trainers: Viel verändert hat sich nach den letzten Ergebnissen nicht. Klar, es wird schon mal emotionaler oder lauter, aber inhaltlich ist es gleichgeblieben. Ich glaube, es ist auch gut, ob im Erfolg oder im Misserfolg, an einer Linie festzuhalten.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
14 1. FC Union Berlin 7
15 1. FC Köln 7
16 FC Augsburg 6

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