Profis | 26.04.2019

Stimmen nach Darmstadt

Horn: „Das ist nicht unser Anspruch“

Nach der bitteren 1:2-Heimniederlage gegen den SV Darmstadt 98 sprach NetCologne FC-TV mit Cheftrainer Markus Anfang und Timo Horn.

Markus Anfang: „In der ersten Halbzeit haben wir uns im Sechszehner gegenseitig angeschossen. Wir haben, glaube ich, zwei Torschüsse zugelassen und das Spiel verloren. Das passiert im Sport, aber das ist wahnsinnig bitter. Was soll ich den Jungs vorwerfen? Wir haben kein Tor geschossen, das muss ich den Jungs vorwerfen. Das muss vernünftig analysiert werden. Die Jungs sind total frustriert darüber und ich auch. Die Situation ist gerade schwierig. Die Gesamtsituation ist nicht dramatisch schlimm geworden, aber es nervt, wenn du solche Spiele hast. Du spielst gegen Duisburg, kriegst kurz vor Schluss den Ausgleichstreffer. Du spielst gegen Hamburg, kriegst kurz vor Schluss den Ausgleichstreffer. Dresden war total berechtigt, aber heute spielst du 80 oder 85 Minuten auf ein Tor und machst einfach das Tor nicht. Jeder muss das jetzt erstmal sacken lassen und dann müssen wir schauen, wie wir das aufarbeiten.“

Timo Horn: „Kurz nach dem Spiel herrscht absolute Leere. Wir waren in der Halbzeit noch fest davon überzeugt, dass wir das Ding drehen. Dann kommen wir aus der Halbzeit und geben alles, machen unheimlichen Druck. Ich glaube, Darmstadt ist gar nicht mehr aus der eigenen Hälfte gekommen. Dann kommen wir völlig verdient zum Ausgleich und haben danach auch noch Chancen, aber das Ding will einfach nicht reinfallen. Dann kriegst du so ein Ping-Pong-Tor, in der Entstehung schon total unglücklich, und dann läufst du wieder hinterher. Vom Einsatz her kann man der Mannschaft gerade in der zweiten Hälfte gar keinen Vorwurf machen. Trotzdem ist es natürlich eine absolut beschissene Situation, wenn man vier Spiele in Folge, nach sechs Siegen davor, nicht mehr gewinnen kann. Die Erwartungshaltung der Zuschauer ist groß, diese Erwartung haben wir aber auch an uns selbst. Das geht die ganze Saison schon so. Wir hatten immer Phasen, wo es auch nicht so lief. Gerade auch zuletzt gegen Dresden oder Paderborn waren Spiele dabei, wo man den Unmut der Fans absolut verstehen kann. Ich glaube, das spielt dann heute auch ein bisschen mit rein. Heute war es vom Einsatz und von der Leidenschaft her ein ganz anderes Spiel von uns. Wir haben es aber einfach nicht hinbekommen, den Ball rein zu schießen. Du musst das Glück dann auch wieder erzwingen und es hilft alles nichts. Man muss weitermachen, weiterarbeiten. Ich kann den Unmut der Fans total verstehen. Wenn man zu Hause 1:2 gegen Darmstadt verliert, mit Aufstiegsambitionen, dann ist das absolut verständlich und auch nicht unser Anspruch.“

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1 1. FC Köln 63
2 SC Paderborn 07 57
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