Profis | 20.03.2021

Stimmen zum Dortmund-Spiel

Jakobs: „Drei Punkte hätten gutgetan“

Nach dem 2:2 gegen Dortmund äußerten sich neben den Torschützen Ismail Jakobs und Ondrej Duda auch Rafael Czichos, Marius Wolf und Cheftrainer Markus Gisdol zu Partie.

Ondrej Duda: Wir waren heute kurz davor, wieder drei Punkte gegen Dortmund zu holen. Wir haben es gut gemacht und alles gegeben, aber am Ende kassieren wir halt leider das zweite Tor. Darüber bin ich sehr traurig. Aber wir können aus unserer Leistung viel Positives ziehen. Wir haben wirklich alles reingeworfen und hart gearbeitet. Wir haben heute ganz früh und ganz spät einen Gegentreffer bekommen. Das ist sehr bitter. Man muss in der Bundesliga von der ersten bis zur letzten Sekunden konzentriert bleiben.  

Rafael Czichos: Nach dem Spiel habe ich gemischte Gefühle. Wir haben mutig gespielt, auch mit Ball, aber leider nur einen Punkt geholt. Wir waren heute taktisch etwas anders ausgerichtet. Wir wollten im Zentrum extrem kompakt stehen und Hummels und Can mit zwei Stürmern anlaufen. Bis auf die ersten zehn Minuten in der ersten Hälfte hat das sehr gut geklappt. Wir standen sehr eng im Zentrum und haben es den Dortmundern sehr schwer gemacht. Am Ende ist sehr bitter, dass wir uns nicht mit drei Punkten belohnt haben, weil wir dieses Mal auch offensiv deutlich präsenter waren als in den Spielen zuvor. Ich bin stolz auf die Mannschaft, ich sehe auch jeden Tag im Training, was wir fußballerisch können. Ich bin froh, dass wir das heute auch gegen so eine starke Mannschaft haben zeigen können. Wenn man sieht, mit was für einer Dynamik beispielsweise Erling Haaland spielt, wie eiskalt er vor dem Tor ist. Das erste Tor machen nicht viele so. Er ist mit Sicherheit einer der besten Stürmer, die es aktuell gibt. Beim zweiten Treffer war er leider auch wieder da, wo er stehen muss. Ein Punkt ist eigentlich zu wenig für uns, wenn man die Tabellenkonstellation betrachtet. Darum heißt es für uns, den heute gezeigten Mut mit in die nächsten Spiele zu transportieren. Wir haben heute mit unserer Leistung eine Antwort auf dem Platz gegeben und gezeigt, dass da keine blutleere Mannschaft auf dem Rasen steht. 

Marius Wolf: Ich ärgere mich, dass wir heute keinen Dreier geholt haben. Wenn man so lange führt, bis kurz vor Schluss, dann muss man das Spiel auch gewinnen. Gerade im Abstiegskampf. Klar: Vor dem Spiel hätten wahrscheinlich viele gesagt, komm, den einen Punkt gegen Dortmund nehmen wir mit. Aber wenn man das Spiel sieht, ärgern wir uns sehr, dass wir nicht gewonnen haben. Was wir heute gemacht haben, müssen wir in jedem Spiel zeigen. Wir sind gut in den Zweikämpfen gewesen, haben Dortmund nicht ins Spiel kommen lassen. Die Anfangsphase haben wir verschlafen, dann haben wir aber den Schalter umgelegt und gut ins Spiel gefunden. Wir haben gar nicht unverdient geführt. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir sind diejenigen, die es auf dem Platz regeln müssen in den nächsten Wochen. Und das versuchen wir. Wir sind in der Pflicht. Wir müssen in jedem Spiel unsere Leistung so abrufen wie heute. Ich bin zuversichtlich, dass wir die nötigen Punkte holen werden. Weil wir die Qualität dafür haben.

Ismail Jakobs: Leider haben wir uns heute nicht mit drei Punkten belohnt. Ein Dreier hätte heute so gutgetan. Gerade jetzt vor der Länderspielpause. Das wäre für uns als Mannschaft und für den gesamten Verein wichtig gewesen. Dortmund ist gut ins Spiel gekommen, aber wir haben dann gemerkt, dass wir immer besser in die Zweikämpfe gekommen sind. Wir haben auch Platz bekommen im Spiel nach vorne. Mir persönlich tut es natürlich gut, heute getroffen zu haben. Aber gerade überwiegt der Frust wegen des späten Gegentors. 

Markus Gisdol: Wir sind nicht gut ins Spiel gestartet, haben dann aber nicht den Kopf verloren und kontrolliert Fußball gespielt. Wir haben gegen den Ball eine gute Ordnung gefunden und nach Ballgewinnen gut nach vorne gespielt. Dortmund hatte wenige Chancen, aber qualitativ hohe. Haaland kannst du nicht über 90 Minuten verteidigen, das schafft aktuell fast keine Mannschaft der Welt. Trotzdem hätten wir beim Stand von 2:1 den ein oder anderen Konter besser ausspielen können. Aufgrund des Zeitpunktes des Ausgleichs ist es schade. Aber hätte mir vor dem Spiel jemand gesagt, dass wir so eine Leistung abliefern und 2:2 gegen Dortmund spielen, hätte ich das genommen. Wir wollten vorne mit Ondrej und Drex sehr variabel spielen und Dortmund wenig Möglichkeit zum Zugriff geben. Ich finde, beide haben es mit Ball ordentlich gemacht. Wir versuchen immer, uns mit der Mannschaft von all den Nebengeräuschen, die es nun mal gibt, freizumachen. Wir arbeiten eng, hart und vertrauensvoll zusammen. Es tut gut, wenn die Mannschaft solche Leistungen abliefert wie heute. Meine Mannschaft wirft kämpferisch immer alles in die Waagschale. Heute haben wir es geschafft, auch fußballerisch einen kühlen Kopf zu bewahren.

Die Stimmen zum Spiel werden von unserem Exklusivpartner UPS geliefert. 

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PL.VereinPkt.
16DSC Arminia Bielefeld26
171. FC Köln23
18FC Schalke 0413

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