Club | 23.04.2020

Vollversammlung der DFL

Wehrle: „Wir sind vorbereitet“

Bei einer außerordentlichen Vollversammlung hat sich die Deutsche Fußball-Liga DFL auf das weitere Vorgehen in der Corona-Krise verständigt. Ziel ist, mit Hilfe eines umfassenden Konzepts Spiele ohne Zuschauer zu ermöglichen und die Saison fortzusetzen – ohne dabei Testkapazitäten zu beanspruchen, die anderen Gruppen fehlen würden.

Die Vereine der Bundesliga und der 2. Bundesliga bereiten sich intensiv vor, um den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können – wenn auch vorerst ohne Zuschauer in den Stadien. Als Voraussetzung hat die DFL über eine Experten-Gruppe ein Konzept vorgelegt, das die Einhaltung aller Vorgaben in Bezug auf Hygiene und Infektionsschutz erfüllt und gewährleistet, dass nur ein absolut notwendiges Minimum an Personal in den Stadien anwesend ist. Die DFL stellt über Kooperationen sicher, dass ausreichend Testkapazitäten für Spieler und Funktionsteams zur Verfügung stehen, ohne anderen Anspruchsgruppen Tests wegzunehmen. Darüber hinaus stellt die DFL für 500.000 Euro aus eigenen Mitteln Testkapazitäten für die Allgemeinheit zur Verfügung und ermöglicht begleitend eine wissenschaftliche Antikörper-Studie mit den Tests aus der Liga. Die Entscheidung, ob und wann auf dieser Grundlage wieder gespielt werden kann, fällt die Politik. 

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle sagt: „Wir sind als Profifußball unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht geworden und werden das auch weiter tun. Unsere Aufgabe ist es, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, um wieder Fußball spielen zu können. Ich bin sehr froh, dass die DFL um Christian Seifert dafür gesorgt hat. Es wird keine Einzelwege der Clubs geben, sondern ein gemeinsames Vorgehen. Wir sind vorbereitet. Am Ende müssen die politischen Entscheidungsträger über unser Konzept befinden.“

Die Liquidität der Clubs wird kurzfristig durch eine Vereinbarung mit den TV-Partnern gesichert. Auf der Vollversammlung wurde auch beschlossen, dass aus dem Solidarfonds, der durch die vier diesjährigen Champions-League-Teilnehmer FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen bereitgestellt wurde, 7,5 Millionen Euro kurzfristig zur Unterstützung der 3. Liga sowie die Frauen-Bundesliga genutzt werden. Der 1. FC Köln verzichtet wie die anderen Bundesligisten auf seinen Anteil für die Frauen, so dass 19 Clubs der 3. Liga und 6 Vereine der Frauen-Bundesliga unterstützt werden. 

Die Mitteilung der DFL findet sich hier.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
10FC Schalke 0437
111. FC Köln34
12Eintracht Frankfurt32