
- Startseite
- Aktuelles
- News
- Gegnercheck: St. Pauli will Reaktion zeigen
Gegnercheck: St. Pauli will Reaktion zeigen
Der 1. FC Köln trifft am Freitagabend (20.30 Uhr, FC-Liveticker) auf den FC St. Pauli. Vor der Partie im Millerntor-Stadion blickt fc.de auf den Gegner.
Die Lage auf St. Pauli
Der FC St. Pauli ist mittendrin im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Mit 25 Punkten belegen die Kiezkicker derzeit den Relegationsplatz. Der Vorsprung auf den VfL Wolfsburg auf dem direkten Abstiegsplatz beträgt dabei bereits vier Zähler, der Rückstand auf Werder Bremen auf Rang 15 aber auch drei Punkte plus das schlechtere Torverhältnis. Für Pauli gilt deshalb im Saisonendspurt eigentlich: Verlieren verboten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Die Pauli-Saison lässt sich dabei in verschiedene Phasen unterteilen. Der Saisonstart gelang sehr gut mit sieben Punkten aus drei Spielen, gefolgt allerdings von neun Niederlagen am Stück. Seitdem hat der FCSP zwar wieder gut gepunktet, wartet nun aber seit fünf Spielen wieder auf einen Sieg und hat aus den Spielen nur zwei Zähler geholt, zuletzt mit 0:5 gegen den FC Bayern verloren.
„Für mich ist das Spiel bereits abgehakt. Viele Mannschaften haben gegen die Bayern einen abbekommen. Alle wissen, dass wir zu viele Fehler gemacht haben und wir nicht konsequent genug waren. Wir haben nach dem Spiel keine Videoanalyse gemacht, die Jungs sind generell sehr selbstkritisch“, sagt Pauli-Trainer Alexander Blessin. „Wir wissen um die Situation und die Konstellation, dass wir Köln mit einem Sieg wieder ranholen können. Es ist klar, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Wir haben über bestimmte Dinge geredet, der Austausch ist immer gut. Die Stimmung unter der Woche war positiv. Wir wollen eine Reaktion zeigen.“

Die bisherige Saison in Zahlen
Die Bilanz: 6 Siege – 7 Unentschieden – 16 Niederlagen
Tabellenplatz: 16
Torverhältnis: 25:50
Höchster Sieg: 2:0 beim Hamburger SV (2. Spieltag)
Höchste Niederlage: 0:5 gegen den FC Bayern (29. Spieltag)
Bester Scorer: Daniel Sinani mit 8 Scorerpunkten (5 Tore, 3 Vorlagen)
Spieler im Fokus
Im Sommer 2023 wechselte Daniel Sinani von Norwich City aus der zweiten englischen Liga zum FC St. Pauli. War er in der 2. Bundesliga noch hauptsächlich Ersatzspieler, sammelte er vergangene Saison mit 14 Startelfeinsätzen deutlich mehr Minuten in der Bundesliga. In dieser Saison zählt er mit 20 Startelf-Spielen zum Stammpersonal der Paulianer – und ist aktuell der Topscorer. Neben drei Vorlagen hat der 71-fache luxemburgische Nationalspieler auch fünf Tore auf dem Konto – die meisten seiner Mannschaft. Drei dieser Treffer gelangen ihm im Jahr 2026. Für den FC gilt es also, den offensiven Mittelfeldspieler genau im Auge zu haben.

Das Personal
Bei St. Pauli fehlen Joel Fujita (Gelb-Sperre), Ricky-Jade Jones (Syndesmoseriss), James Sands (Sprunggelenk) und Simon Spari (Syndesmoseriss). Bei Eric Smith wird es knapp. Dafür kehrt Kapitän Jackson Irvine nach seiner Sperre zurück. Ebenso wieder einsatzbereit ist Manolis Saliakas. Der griechische Rechtsverteidiger ist mit vier Assists der beste Vorlagengeber der Hamburger. „Ob er von Anfang an spielt oder nicht, wird man sehen. Ihn von der Bank zu bringen, ist ein Geschenk. Er bringt Emotionen, Mentalität, Energie und Verrücktheit rein“, so FCSP-Coach Alexander Blessin.
So blickt St. Pauli auf den FC
„Sie hatten zwei Spiele unter dem neuen Trainer. Gegen Bremen haben sie lange in Überzahl gespielt, sodass es schwierig ist, aus dem Spiel Sachen rauszuziehen. Gegen Frankfurt hatten sie zwei Gesichter gezeigt“, sagt Pauli-Trainer Alexander Blessin. „Wagner hat bestimmten Spielern das Vertrauen ausgesprochen, was bei einigen auch gut angekommen ist, wie man gesehen hat. Wir müssen mit ein paar Variationen rechnen, ob im 5-2-3, im 5-3-2 oder teilweise sogar im 4-4-2, wenn sich bestimmte Spieler fallen lassen oder einrücken. Wir müssen darauf reagieren. Wichtig ist, wie wir in das Spiel am Freitag gehen werden. Darauf wird der Fokus liegen.“
