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„Immer etwas Besonderes“: Pauli-Keeper Vasilj im Interview
Für den FC St. Pauli ist das Duell gegen den 1. FC Köln am Freitagabend von großer Bedeutung im Abstiegskampf. Aktuell belegen sie nach einer wechselhaften Saison den Relegationsplatz. Torhüter Nikola Vasilj blickt im Interview darauf zurück, spricht über den FC und verrät, was ihm im Abstiegskampf Hoffnung gibt.
Nikola, gegen den FC Bayern haben schon viele andere Mannschaften deutlich verloren. Wie schmerzhaft ist eine Niederlage mit fünf Gegentoren dennoch gerade für Dich als Torhüter?
Nikola Vasilj: Bei den vorangegangenen Partien gegen die Bayern haben wir zwar auch verloren, aber wir haben gute Leistungen gezeigt und es ihnen wirklich schwer gemacht. Dieses Mal waren wir weit weg von unserer gewohnten Stabilität, das ist ärgerlicher als die Niederlage an sich gegen ein so starkes Team.
Bis zum Wochenende hattet Ihr in der unteren Tabellenhälfte mit die wenigsten Gegentore kassiert. Wie wichtig ist diese defensive Stabilität für Euch, zumal ihr mit 25 Treffern die schwächste Offensive der Liga stellt?
Die defensive Stabilität ist unsere Basis und ganz entscheidend für unseren Erfolg. Das war der Grund für den Klassenerhalt in der vergangenen Saison und darauf werden wir auch im Saisonendspurt weiterhin unseren Fokus legen.
Trotz der Niederlage gegen die Bayern seid Ihr nach Abpfiff von Euren Fans gefeiert und gepusht worden. Wie würdest Du diesen Zusammenhalt beschreiben und wie wichtig ist er für Euch als Mannschaft?
Die Unterstützung durch unsere Fans ist außergewöhnlich! Das Millerntor ist immer ausverkauft und auch bei Auswärtsspielen ist der Gästeblock immer voll. Sie haben ein sehr gutes Gespür dafür, was das Team gerade braucht und haben versucht, uns nach der Niederlage gegen München wieder aufzurichten. Mit diesem Support ist in jedem Spiel etwas möglich!

Wohin geht der aktuelle Blick für Euch? In erster Linie darauf, den Abstand nach unten zum direkten Abstieg zu wahren, oder nach oben auf die Nichtabstiegsplätze?
Wir konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können. Und das ist immer unsere Leistung im nächsten Spiel. Natürlich schaut man am Ende eines Spieltages auch, wie die anderen Spiele ausgegangen sind. Aber wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir selbst punkten und dürfen uns nicht auf andere Teams verlassen.
Nach gutem Saisonstart hattet Ihr zwischenzeitlich neun Niederlagen am Stück, danach habt Ihr wieder regelmäßig gepunktet. Wie blickst Du auf diese unterschiedlichen Phasen der Saison zurück?
Es spricht für uns als Team, dass wir uns aus dieser Phase wieder rausgearbeitet haben. Diese Serie war frustrierend, weil wir auch gute Leistungen gezeigt haben, aber am Ende immer ohne Punkte dastanden. Aber wir sind daran gewachsen und haben den Klassenerhalt nun selbst in der Hand.
Es sind nur noch fünf Spiele. Was stimmt Dich optimistisch, dass Ihr den Klassenerhalt schafft?
Wir haben in der vergangenen Saison bewiesen, dass wir in dieser Liga konkurrenzfähig sind. In diesem Jahr hatten wir immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen, weil wichtige Spieler ausgefallen sind oder wir Spiele unglücklich verloren haben. Der Glaube an dieses Team und dass für uns vor den letzten Spieltagen trotz aller Herausforderungen noch alles drin ist, stimmt mich zuversichtlich.

Am Freitagabend spielt Ihr zu Hause gegen den 1. FC Köln. Welche Atmosphäre und welches Spiel erwartest Du?
Abendspiele am Millerntor sind immer etwas Besonderes. Dazu kommen die Lichter des DOMs und die Unterstützung von den Rängen. Ich freue mich auf ein sehr stimmungsvolles Spiel!
Wie schätzt du den FC als Gegner ein?
Auch Köln hat zuletzt eine längere Durststrecke ohne Sieg überwunden und unter dem neuen Trainer vier Punkte aus zwei Spielen geholt. Sie werden sicher mit Selbstvertrauen anreisen und uns mit ihren offensiven Qualitäten und dem schnellen Umschaltspiel fordern.
