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Karazor: „Brauchen hohe Intensität und gute Lösungen“

12.2.2026

2019 zum VfB Stuttgart gewechselt, seit 2024 Kapitän der Schwaben: Atakan Karazor, einst von Kiel noch zum Zweitligisten VfB Stuttgart gekommen, hat in den vergangenen Jahren mit den Stuttgartern eine steile Entwicklung genommen. Im Gegnerinterview spricht der 29-Jährige über diese Zeit, über die aktuelle Saison, das kommende Spiel gegen den 1. FC Köln und seinen Bezug zum Karneval.

Atakan, mit sechs Siegen aus den ersten acht Pflichtspielen seid Ihr sehr gut ins neue Jahr gestartet. War hat zuletzt auf St. Pauli den Ausschlag für die Niederlage gegeben?

Atakan Karazor: Wir haben das Spiel analysiert und unsere Lehren daraus gezogen. Anschließend haben wir das Spiel abgehakt und den Fokus auf das Heimspiel gegen den 1. FC Köln gerichtet.

Wie bewertest Du Eure bisherige Saison unter dem Strich?

Wir sind weiterhin in allen drei Wettbewerben vertreten. In der Bundesliga, dem DFB-Pokal und der Europa League haben wir uns eine gute Ausgangsbasis erarbeitet, um eine erfolgreiche Saison zu spielen. Wir gehen als Team mit der Mehrfachbelastung gut um und wachsen daran.

Du bist 2019 noch zum damaligen Zweitligisten nach Stuttgart gewechselt. Seitdem ist viel passiert: der VfB hat sich in der Bundesliga oben etabliert, spielt international, hat den Pokal gewonnen. Hättest Du Dir diese Entwicklung damals erträumen lassen? Was hat den Ausschlag für diese Entwicklung gegeben?

Grundsätzlich ist das ein Prozess, der sich von Saison zu Saison entwickelt hat. Ich bin froh und stolz, ein Teil davon sein zu dürfen. Wir haben einen fantastischen Spirit in der Mannschaft, es haben sich viele Spieler weiterentwickelt und das Umfeld mit den Fans pusht uns enorm. Der Club versteht es, eine Umgebung zu schaffen, in dem einzelne Spieler ihre Leistung abrufen und besser werden können. Insofern ist die jüngste Entwicklung ein Verdienst des gesamten Vereins mit seinen Verantwortlichen und natürlich auch mit den Fans.

Seit fast drei Jahren steht Sebastian Hoeneß beim VfB an der Seitenlinie. Welchen Einfluss hat er und was zeichnet ihn als Trainer aus?

Die Handschrift des Cheftrainers steckt in unserer Mannschaft und in unserer Spielweise. Wir spielen einen aktiven Fußball, möchten Lösungen mit Ball kreieren, bleiben auch nach Rückschlägen mutig. Sebastian Hoeneß hat eine hervorragende Ansprache an uns – und wir als Team sind von dem eingeschlagenen Weg total überzeugt, versuchen ihn bestmöglich umzusetzen.

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Sebastian Hoeneß hat Dich auch zum Kapitän ernannt, Du hast das Amt nun in der zweiten Saison inne. Was bedeutet es Dir, Kapitän des VfB zu sein, und wie lebst Du die Rolle als Führungsspieler im Alltag?

Ich nehme es als große Ehre wahr, Kapitän des VfB sein zu dürfen. Ich komme jeden Tag mit riesiger Freude in die Kabine und arbeite gerne mit den Jungs zusammen. Dabei versuche ich, je nach Situation, die notwendige Lockerheit oder den richtigen Fokus mit in die Mannschaft hereinzutragen sowie den Blick fürs gesamte Team zu haben. Auch ist es wichtig, dass wir nach Siegen ebenfalls auf die Aspekte schauen, die wir noch besser machen können – und nach Niederlagen ebenso Inhalte herausziehen, auf die wir aufbauen können. Zudem haben wir beim VfB mehrere Spieler, die Verantwortung übernehmen und vorangehen.

Was für ein Spiel erwartest Du am Samstag und worauf wird es ankommen?

Wir haben in der Hinrunde gespürt, wie herausfordernd es ist, gegen Köln anzutreten. Das Team steht als Aufsteiger auf dem zehnten Tabellenplatz, allein dieser Fakt sagt viel über die Qualität aus. Die Kölner haben zudem gute Einzelspieler in ihren Reihen. Wir werden eine hohe Intensität und gute Lösungen brauchen, um die Partie auf unsere Seite zu ziehen.

Du hast mit dem VfB noch nie gegen den FC verloren, wenn Du auf dem Platz warst. Gibt es Spiele, die Dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

Ich nenne nur einen Begriff, und mindestens jeder VfB-Fan wird sofort wissen, welche Partie mir ganz besonders in Erinnerung geblieben ist: ‚Leg-Endo‘! (lacht)

Noch eine Frage abseits des Fußballs: Du kommst gebürtig aus NRW, aktuell ist in Köln die „jecke Zeit“. Welche Beziehung hast Du zum Karneval?

Ich persönlich habe keine besonders große Beziehung zum Karneval, aber mein Bruder feiert diese Zeit. Und in der Kabine haben wir mit Jeff Chabot und Justin Diehl zwei Jungs, die den Karneval in Köln kennen.