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Ticketing-Stammtisch liefert viele Antworten auf Mitglieder-Fragen

13.5.2026

Das Kontingent ist begrenzt, die Nachfrage ungebrochen riesig das Thema Ticketing beschäftigt die FC-Mitglieder seit vielen Jahren äußerst intensiv. Höchste Zeit, es offen und transparent darzustellen und zu diskutieren. Das haben FC-Vizepräsident Ulf Sobek und Dominic Pütz, Leiter Service und Ticketing beim 1. FC Köln, am Dienstagabend im 12. Mann im RheinEnergieSTADION gemeinsam mit interessierten Mitgliedern sowie Moderator und FC-Radio-Kommentator Guido Ostrowski getan.

„Das Thema Ticketing ist sehr wichtig für uns, das spüren wir bei jedem Treffen mit den Mitgliedern“, leitete Sobek ein. Aus diesem Grund hat der FC kürzlich eine Online-Umfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt, 18.000 haben daran teilgenommen. Sobek: „Eine solche Befragung hat es noch nie gegeben. Wir wollen Transparenz schaffen bei diesem Thema.“

Dominic Pütz, der die Ergebnisse der Befragung vorstellte, sagte: „Wir wissen, dass das Thema emotional ist. Wir verkaufen nicht nur Tickets oder QR-Codes, sondern ein FC-Erlebnis. Wir versuchen, gewissenhaft mit dem Gut FC umzugehen.“

Die Umfrage unter den FC-Mitgliedern hat ergeben:

  • Die Vergünstigung für Dauerkarten von circa 20 Prozent im Vergleich zu 17 Tageskartenkäufen einer Saison wird von 68 Prozent der Teilnehmenden als angemessen erachtet.

  • 72 Prozent sagten, Dauerkarten sollten an eine Mitgliedschaft gebunden sein, was aufgrund des Bestandsschutzes aktuell nicht bei allen der Fall ist.

  • Bei der Frage, ob Dauerkartenbesitzer auch den Mitgliedsvorteil des Ticketvorkaufsrechts haben sollten, war das Bild unterschiedlich zwischen den Befragten mit und ohne Dauerkarte. Insgesamt forderten 18 Prozent, dass kein Kauf möglich sein soll, während sich 31 Prozent dafür aussprachen. Darunter war der Anteil der Dauerkartenbesitzer, die sich für eine Kaufmöglichkeit aussprachen, mit 81 Prozent besonders hoch.

  • Der Dauerkarten-Dialog zu den Themen Veränderung, Bezahlung, Freischaltung und Zeiträumen wurde im Schulnoten-System mehrheitlich mit den Noten 1 und 2 bewertet. Weniger zufrieden waren die FC-Mitglieder beim Thema Umplatzierungen und Dauerkarten-Warteliste.

  • Die Gebühren von je 20 Euro bei Umschreibungen und Umplatzierungen wurde als angemessen eingestuft bei Plastikkarten wurde es von 45 Prozent als angemessen und von 44 Prozent als zu teuer bewertet.

  • Die Mindestnutzung von zwölf Heimspielen für Dauerkartenbesitzer halten 56 Prozent für angemessen und 39 Prozent für zu niedrig auch hier gab es Unterschiede unter den Dauerkarteninhabern und Nicht-Dauerkarteninhabern.

  • Die feste Kontingentierung auf zwei Tickets pro Heimspiel halten 67 Prozent für angemessen und 29 Prozent für zu niedrig. Dominic Pütz erläuterte, dass es durch die Umstellung in dieser Saison 42.000 statt 40.000 (Saison 2024/25) unterschiedliche Tageskartenkäufer gegeben habe eine Steigerung um fünf Prozent.

  • Die Ticketpreise für Tageskarten hält ein Prozent für zu niedrig, 60 Prozent für angemessen und 37 Prozent für zu hoch.

  • Mit dem derzeitigen Verkaufs- und Vergabeprinzip von Tageskarten waren 28 Prozent sehr oder eher zufrieden, 66 Prozent eher oder sehr unzufrieden. Verschiedene zur Wahl gestellte Methoden wie Verlosung, Verkauf nach Reihenfolge oder nach einem Bewertungssystem wurden jeweils rund 50:50 bewertet.

  • Beim Thema Ticketbörse gaben 47 Prozent an, dass sie bislang keinen Bedarf zur Nutzung gehabt hätten. Das Ergebnis bestätigt, dass der FC das Angebot noch mehr bewerben muss.

  • Das Vergabeprinzip bei Auswärts-Tageskarten bewerteten die Teilnehmenden sehr unterschiedlich: 27 Prozent sprachen sich für „first come, first serve“, 24 Prozent für das derzeitige Vergabeprinzip und 23 Prozent für regionale Kontingente für Fans außerhalb Kölns aus.

  • Die Gebühren von zehn Prozent für Auswärtstickets halten 44 Prozent für angemessen und 33 Prozent für zu hoch. Dominic Pütz erklärte: „Die Gebühren sind nötig, damit der FC nicht draufzahlt. Beim Auswärts-Ticketing kommen wir fast bei einer Null raus.“

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„Wir haben durch die Befragung eine Datenbasis, auf deren Grundlage wir sagen können, wo wir gut sind und wo wir uns verbessern müssen“, sagte Ulf Sobek. In der Folge stellten die rund 500 anwesenden Mitglieder ihre Fragen zu den Themen Vergabeprinzip, Dauerkarten, Verkaufsprinzip & Digitalisierung sowie Ticketbörse und Schwarzmarkt.

Durch die kürzliche Umstellung auf eine Vor-Authentifizierung beim Vorverkauf wurde das Nachfrage-Volumen und das Risiko technischer Vorteilnahme laut Dominic Pütz deutlich gesenkt. Für die Auswärtsspiele auf St. Pauli, bei Union Berlin und Bayern München hätten zum Beispiel durchschnittlich etwa 7.000 bis 12.000 Kauf-Anfragen von Mitgliedern vorgelegen. Pütz erläuterte zudem, dass die feste Uhrzeit von 10 Uhr bei allen Vorverkäufen aus Verlässlichkeitsgründen beibehalten wurde, weil es keine Uhrzeit gebe, die für alle Mitglieder optimal sei – es könne aber über abweichende Uhrzeiten nachgedacht werden.

Schritt für Schritt sei seit 2018 die No-Show-Rate von über zwölf Prozent auf aktuell durchschnittlich 3,6 Prozent (Saison 2025/26) gesenkt worden. Ein sehr guter Wert im Vergleich zu vergleichbaren Stadien, wie Ulf Sobek betonte. Dennoch bedeutet dies, dass pro Heimspiel im Schnitt mehr als 1.500 Plätze trotz verkaufter Tickets frei bleiben. „Hier ist die Ticketbörse ein ganz wichtiger Hebel für uns. Unser Ziel ist es, möglichst bei jedem Heimspiel wirklich 50.000 Zuschauer im RheinEnergieSTADION zu begrüßen“, sagte Dominic Pütz. Auch hier ist die Entwicklung positiv: Wurden in der Saison 2018/19 noch durchschnittlich weniger als 1.000 Tickets pro Heimspiel über die Ticketbörse verkauft, so sind es inzwischen rund 3.500. Auch die Zahl der juristisch erfolgreich verfolgten Fälle von Schwarzmarkt-Tickets stieg deutlich an, wenngleich Pütz sagte: „Hier können wir noch besser werden.“

FC-Geschäftsführer Philipp Liesenfeld dankt dem Team im Ticketing für die ausgezeichnete Vorbereitung des Mitgliederstammtisches und kündigt an, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen: „Wir freuen uns sehr, dass so viele Mitglieder an der Online-Umfrage zum Thema Ticketing teilgenommen haben. Das umfassende Feedback von rund 18.000 Teilnehmenden ist für uns enorm wichtig, um unser Ticketing nach den Bedürfnissen der FC-Familie weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse der Umfrage waren die Basis für die konstruktive Diskussionsatmosphäre, die positiven und kritischen Rückmeldungen sowie die vielen wichtigen Anregungen auf dem Stammtisch. Der offene und völlig transparente Austausch bestätigt uns darin, dass die Strategie und hervorragende Arbeit von Dominic Pütz und seinem Team im Ticketing nachvollziehbar zu einer Verbesserung der Situation im Sinne der Mitglieder führt.“

Den Video-Mitschnitt des Mitgliederstammtisches können alle FC-Mitglieder im geschlossenen Mitgliederbereich sehen.