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Tischtennis: Herausforderungen und Entwicklung

11.5.2026

Enger konnte es nicht sein. Zwischen Platz zwei und acht lagen am Ende der Saison in der 2. Tischtennis-Bundesliga lediglich drei Punkte. Eine so ausgeglichene Liga hat auch Gianluca Walther, Spielertrainer und Abteilungsleiter beim 1. FC Köln Tischtennis, noch nicht erlebt. Trotz der Schlagdistanz nach oben war selbst ein Abstieg am letzten Spieltag theoretisch noch möglich. Am Ende lief der FC als Sechster in der Tabelle ein.

„Die Spiele, die ich in dieser Saison erleben durfte, hatten ein außergewöhnlich hohes Niveau – mit großer Dynamik, Leidenschaft und sportlicher Qualität. Tischtennis beim 1. FC Köln ist absolut sehenswert und ich kann jeden nur herzlich einladen, sich selbst vor Ort ein Bild von dieser Atmosphäre und diesem Sport zu machen “, sagt Vizepräsident Ulf Sobek, im Vorstand des FC für die sportlichen Belange zuständig.

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Walther blickt mit gemischten Gefühlen auf die Saison zurück. Die Top drei hatte man sich vor der Saison vorgenommen und lag bis zur Winterpause auf Kurs. Dann verlor das Team mit Tom Jarvis nicht nur seinen besten Spieler, sondern vermutlich auch den besten Spieler der Liga in Richtung Bundesliga. Ohne Jarvis gelangen im Jahr 2026 in neun Spielen nur noch drei Siege. „Deshalb müssen wir die Bewertung dieser Saison auch ein bisschen zweiteilen“, sagt Walther.

Kämpferherz und Entwicklung

Rückblick auf den Sommer. Drei neue Spieler stießen zur Mannschaft. „Wir haben es geschafft, dennoch schnell und gut miteinander zu harmonieren, das war nicht selbstverständlich“, sagt Walther. Florian Bluhm hat sich mit seinem „Kämpferherz“ zum Publikumsliebling, Youngster Lleyton Ullmann machte weitere Schritte in seiner Entwicklung. Um nur zwei positive Beispiele zu nennen.

Ullmann wird auch ein Gesicht des neuen Teams sein. Mike Hollo, Florian Bluhm und Tomoki Omoda werden den FC dagegen verlassen. In Alberto Miño steht der erste Neuzugang schon fest. Der Ecuadorianer hat vor fast zehn Jahren bereits für den FC gespielt und kehrt nun zurück. Um die beiden soll ein neues Team entstehen und weiter Platz für Talente sein. In den vergangenen Jahren ist es gelungen, mehrere Spieler für die Bundesliga zu entwickeln, auch Ullmann ist ein gutes Beispiel für die Möglichkeiten, die der FC bietet. „Wir werden weiter ein Ausbildungsverein sein, wollen perspektivisch die Spieler aber auch halten und als Einheit die nächsten Schritte gehen“, sagt Walther.

Hallensituation problematisch

Ein wichtiger Faktor für die kurzfristige Zukunft ist die Hallensituation. Wegen schlechter werdenden Lichts aufgrund von ausfallenden Lampen und nicht funktionierender Heizung erfüllte die eigentliche Heimspielstätte im Apostelgymnasium in der Rückrunde die Anforderungen der Liga nicht mehr. Für die Heimspiele musste ausgewichen werden, eine Partie musste sogar in Jülich ausgetragen werden – der Heimvorteil war dahin. Walther wünscht sich, „dass die Probleme gelöst werden und wir nächste Saison wieder in unserer gewohnten Halle spielen können.“ Darauf verlassen kann er sich nicht. „Parallel müssen wir auch alternative Standorte prüfen“, sagt er.

Auch Ulf Sobek unterstreicht: „Es ist für uns als Vorstand unbefriedigend, dass wir aktuell interessierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aufgrund fehlender Hallenkapazitäten nicht in dem Maße Zugang zu diesem Sport ermöglichen können, wie wir es gerne würden. Tischtennis begeistert Menschen unterschiedlichsten Alters, deshalb wollen wir unseren bestmöglichen Beitrag leisten, um die infrastrukturelle Situation nachhaltig zu verbessern.“

Die erste Mannschaft des FC-Tischtennis steht also vor einem herausfordernden Sommer mit infrastrukturellen Fragezeichen und einem erneuten personellen Umbruch. Doch Gianluca Walther ist guter Dinge, dass es auf beiden Ebenen gelingen wird, eine gute Perspektive zu schaffen. Um dann in eine erneut spannende Saison zu gehen mit dem Ziel, in der Tabelle wieder den einen oder anderen Platz nach oben zu klettern.