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Kwasniok nach #KOEM05: „Den Mutigen gehört die Welt“
Nach acht sieglosen Spielen konnte der 1. FC Köln am Samstagnachmittag endlich wieder über drei Punkte jubeln. Nach einem Pausenrückstand drehte der FC auf mutige und beachtliche Weise das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 noch in einen 2:1-Sieg. „Wenn du länger nicht gewinnst, fühlt sich ein Sieg etwas größer an“, sagte FC-Coach Lukas Kwasniok nach der Partie. „Nüchtern betrachtet gibt es aber genau drei Punkte dafür. Wir haben jetzt 20 Punkte und konnten den Abstand nach unten ausbauen. Deshalb sind es heute drei Punkte mit einer gewissen Erleichterung.“
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Zur Pause sah die Gemengelage noch etwas anders aus. Rückstand, keine gute Leistung, die Fans wurden unruhig. „Da habe ich das erste Mal gespürt, dass die Jungs eine Verunsicherung in sich trugen“, beschrieb Kwasniok die Situation. „Es war aber nicht so, dass sie nicht wollten, sie konnten nicht.“ Auch deshalb entschied sich Kwasniok zu drei Wechseln in der Halbzeitpause – und veränderte dadurch das Spiel entscheidend. „Wenn du von Mut sprichst, dann musst du auch selbst mutig handeln. Das haben wir mit den Wechseln gemacht und hatten am Ende sechs, sieben offensive Spieler auf dem Feld“, so Kwasniok, der zuletzt bereits öfter den Leitsatz verwendete: „Den Mutigen gehört die Welt.“
Seine Mannschaft habe in Durchgang zwei „nichts mehr zu verlieren“ gehabt. „Wir haben eine gewisse Wucht entwickelt und das Stadion war heute ganz klar der spielentscheidende Faktor. Wir haben dann eher Zwölf gegen Elf gespielt. Ein Dankeschön an das Stadion, an die Südkurve und die Mannschaft, weil sie beherzigt hat, was wir ihr in der zweiten Halbzeit mit auf den Weg gegeben haben, nämlich mutig zu sein.“
Was der Sieg mit ihm persönlich mache, wurde Kwasniok nach der Partie gefragt. „Natürlich gewinnst du lieber als dass du verlierst. Aber wenn du beim 1. FC Köln als Aufsteiger einen Vertrag unterschreibst, dann gehst du auch nach sieben Punkten aus drei Spielen nicht davon aus, dass du locker flockig durch die Saison marschierst“, antwortete der FC-Cheftrainer. „Du bist dir darüber im Klaren, dass es auch nicht so einfache Phasen geben wird. Eine solche hatten wir – in Bezug auf die Ergebnisse, nicht auf Leistung. Dann gilt es, nüchtern zu analysieren, sachlich zu bleiben, der Mannschaft und den Menschen um dich herum zu vertrauen. Mehr kannst du nicht machen als fokussiert zu arbeiten, überzeugt von dem zu sein, was du machst, und dann das Schicksal entscheiden zu lassen. Das war heute auf unserer Seite.“
Kwasniok: „Er war der Gamechanger“
Lukas Kwasniok sprach zudem noch über einzelne Spieler und sagte über…
…Ragnar Ache: „Für Ragy freut es mich extrem. Er arbeitet sehr, sehr viel. Was er jede Woche abspult, seit er hier ist, hat ihn jetzt dazu gebracht, doppelt in der Bundesliga zu treffen.“
…Alessio Castro-Montes: „Er hat unter Beweis gestellt, dass er auf beiden Seiten mit seinem rechten Fuß und seiner Spielintelligenz eine Verstärkung sein kann. Auch er ist ein Sinnbild für Widerstandsfähigkeit und Beharrlichkeit, denn sein Beginn in Köln war nicht so einfach.“
…Tom Krauß: „Am Freitagmittag habe ich ihn noch in der Startelf gesehen, mich dann aber dazu entschlossen, mehr Körper und Größe aufs Feld zu bringen. Zudem wollte ich Tom am Ende des Spiels noch auf dem Platz haben, da wir geahnt haben, dass das Spiel ein bisschen wilder werden kann. Er ist der Gamechanger in der zweiten Halbzeit gewesen. Man muss sich nur seine Emotionen nach dem Spiel anschauen. Er hat hier noch nicht so viele Schlachten geschlagen wie andere, aber er war sehr aufgewühlt, weil er das Gefühl hatte, es war ein toller Moment für ihn und uns als Verein. Toll, dass er diese Energie ins RheinEnergieSTADION bringt.“
…Jahmai Simpson-Pusey: „Jahmai hat ein halbes Jahr in Glasgow nach Orientierung gesucht. Er kommt hierher, kennt mittlerweile immerhin alle Namen der Jungs und spielt dreimal 90 Minuten als Innenverteidiger. Er muss kaum sprinten, weil er die Situationen sehr gut erahnt und mit einer stoischen Ruhe lösen kann. Ein sehr guter Transfer.“
