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Kessler: „Schwierig, da grau zu finden“
Es war der Streitpunkt im gestrigen Spiel gegen Leverkusen. In der 42. Minute hatte Eric Martel einen Pass mit seinem Körper abgewehrt. Er bewegte sich aktiv zum Ball, den er mit dem deutlich angelegten Arm auch berührte. Schiedsrichter Robert Hartmann entschied sofort auf Elfmeter. Auf den Tribünen des RheinEnergieSTADION wurde anschließend reichlich diskutiert. Strafstoß – ja oder nein? Nachdem der FC das Spiel schließlich mit 1:2 verloren hatte, wurden die Diskussionen in der Mixed Zone von den Verantwortlichen weitergeführt.
Schiedsrichter Hartmann erklärte, dass er bei Martel eine klare Bewegung zum Ball wahrgenommen habe. Nach Ansicht der Bilder hätte er sich auf dem Feld aber lieber anders entschieden. „Der Arm war schon sehr nah am Körper. Ich würde mich jetzt nach dem Spiel besser fühlen, wenn ich auf Weiterspielen entschieden hätte“, sagte er im Interview bei Sky. Eine Überprüfung war aus Sicht des Schiedsrichterteams nicht möglich, da es sich um keine klare Fehlentscheidung gehandelt hatte.
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„Wir reden da immer von Schwarz-Weiß-Situationen. Ich finde, dass es schwierig ist, da grau zu finden. Ich finde, dass er da offensichtlich die falsche Wahrnehmung hatte“, fand FC-Geschäftsführer Thomas Kessler deutliche Worte. „Ich bin grundsätzlich ein Freund davon, dass die Schiedsrichter auf dem Feld das Heft des Handelns in der Hand haben. Heute bin ich aber bestimmt nicht der Einzige, der sagt: wäre vielleicht besser gewesen, wenn er sich das nochmal am Monitor anschaut.“
Nichtsdestotrotz hätte der FC Zählbares aus der Partie mitnehmen müssen. „Anhand der Chancen hätten wir vielleicht sogar drei Punkte verdient“, sagte Kessler. Der FC gab mehr Torschüsse ab und scheiterte gleich mehrmals aus aussichtsreicher Position. Die beste Chance hatte Said El Mala, als er in der 35. Minute aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf. „Er hatte sehr viele Abschlussaktionen, ist immer wieder tief gegangen. Es ist einfach schade, dass er sich dafür nicht belohnen konnte.“
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Da sowohl St. Pauli als auch Wolfsburg parallel ebenfalls nicht gewinnen konnten, hat der FC weiterhin ein Polster auf die Abstiegsränge. Als nächstes steht das Auswärtsspiel bei Union Berlin an. Wenn es nach Kessler geht, sollen die positiven Dinge aus dem Spiel gegen die Werkself mit in die Hauptstadt transportiert werden: „Leverkusen spielt um den Einzug in die Champions League und musste dieses Spiel unbedingt gewinnen. Die Art und Weise, wie wir das Spiel angegangen sind, hat mir gefallen. Gemeinsam mit unseren Fans habe ich eine richtige Einheit gesehen.“
